this post was submitted on 11 Jan 2025
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Deutschland

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founded 7 months ago
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Moin Leute,

mir brennt etwas auf der Seele. Es ist die erste Bundestagswahl, bei der ich mich hilflos fühle. Nicht wegen dem steigenden Populismus und der Erstarkung der Rechten in Deutschland (und auf der ganzen Welt) und auch nicht, weil die CDU bald wieder den Kanzler stellt.

Sondern wegen der Summe: 132.887.414.000€. 132 Milliarden und 887 Millionen Euro. Das ist der Beitrag, den wir aus dem Bundeshaushalt zur Stützung der Rente aufwenden müssen. Das sind 27% des gesamten Bundeshaushalt.

Das könnten neue Schulen, neue Straßen & Schienen sein. Oder Entlastungen für Unternehmen zur Förderung der Wirtschaftlichkeit. Oder überhaupt Steuersenkungen. Oder das Budget zur Effizienzoffensive & Digitalisierung Deutschlands. Aber wir machen einfach nichts.

Es gibt keine Partei, die daran etwas ändern will. Es werden Nebelkerzen gezündet, um die Entwicklungshilfe im Ausland zurückzufahren oder man will das Bürgergeld drastisch kürzen. 20% Kürzung des Bürgergeldes macht 5 Milliarden Euro Mehreinnahmen aus. Was soll dieser Unfug?

Und weil sich nichts ändert, wird alles nur noch schlimmer. Seit diesem Jahr gibt es Konstellationen, dass ein Arbeitnehmer 50% seines Einkommens an den Staat abdrückt. Das Rentenpaket 2 der Ampel (zum Glück gescheitert) hätte die junge Generation noch mehr zur Kasse gebeten. Und die Krankenkassen haben schon angekündigt, dass es nur eine Richtung für die Beiträge gibt. Auch die Pflegeversicherung wird durch die Überalterung der Gesellschaft entsprechend teuer werden.

Da die Rentner die größte Gruppe der Wählerschaft stellen, wird es keinen politischen Willen geben hier überhaupt etwas zu ändern. Wir werden als Beitragszahler also weiter zur Kasse gebeten. Vermutlich sind wir in ein paar Jahren bei einer Abgabenlast von 55%.

Wie geht ihr damit um? Was sind eure Pläne für die Zukunft? Auswandern? Teilzeit? Gibt es für die Bundestagswahl 2025 irgendwelche Tips?

(page 2) 9 comments
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[–] [email protected] 1 points 1 week ago (5 children)

Der Bundeshaushalt lässt sich nur über sparen sanieren. Damit meine ich aber nicht das klassische wir streichen überall Leistungen.

Viel mehr sollten zB. Kosten in der Verwaltung abgebaut werden. So viele Verwaltungsakte ließen sich vereinfachen und automatisieren. Führerschein abholen, Ummeldung, Kirchenaustritt, etc. Die entsprechenden Bearbeiter wehren sich allerdings oft dagegen weil sie ja dann ihren Job verlieren würden. Wenn tatsächlich ein Prozess digitalisiert wird, ist er maximal kompliziert. Entlassungen müsste es wahrscheinlich nicht geben. Das natürliche Ausscheiden durch Kündigung und Rente würde reichen, wenn zusätzlich ggf zwischen Behörden versetzt wird.

Bauprojekte sinnvoller ausschreiben. Wenn dumme Anforderungen gespart mit Änderungen während des Baus kommen explodieren die Kosten. Eine Rauchabsaugung am Boden? Geniale Idee, Rauch steigt zwar auf, aber egal.

Es gibt es Maßnahmen beim Jobcenter die komplett Sinn befreit sind, Hauptsache der Haken Maßnahme durchgeführt kann gesetzt werden. Ob die was bringt ist egal.

Das Problem ist allerdings meist das Budget denken. Wir haben Budget. Wenn wir es nicht ausgeben wird es nächstes Jahr gekürzt. Also geben wir es auf Teufel komm raus aus. Hauptsache weg. Ist ja eh nicht mein Geld.

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[–] [email protected] -1 points 1 week ago* (last edited 1 week ago)

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Irgendwas arbeiten was ingesamt unter dem Steuer Freibetrag bleibt.

Plus mal gucken was so passiert. Imo stehen die Chancen sehr schlecht für Deutschland, langfristig. Die Verhältnisse von teurem Wohnraum, nicht wirklich guten Chancen im Arbeitsmarkt und an halbwegs interessanten Orten ist meistens schon alles voll gebaut, machen es schwer was neues anzufangen.

Der Abwärtstrend hat jetzt richtig angefangen, und Corona war schon mal ein Anfang mit Paukenschlag, aber die Zeit von 2025-35+ wird haarig, auch wegen der Demographie, aber aus mehreren Gründen.

  • Die Leute die die Wirtschaft bis jetzt an bestimmten Schlüsselpositionen am Laufen gehalten haben, trotz Digitalisierungsrückstand, gehen in Rente.
  • Wir werden sehen ob z.b. die Autoindustrie sich wieder fängt oder ob die Wasserstoffpläne von Thyssen aufgehen. Ansonsten wars das langfristig mit produzieren.

Die Folgen von den beiden Effekten sind einfach zu schwer abzusehen. Es kann sein das dann tatsächlich allen auffällt, das wenn hier nichts produziert wird, es nicht sonderlich angenehm ist hier zu leben, das mehr ausgewandert wird und dann die Preise wieder fallen? Oder es klammern sich alle am Einkaufspreis ihres EFHs fest bis sie sterben, dann dauert es 30 Jahre bis sich was ändert.

Ingesamt ist die Gesellschaft aber zu alt und zu faul neue Dinge zu tun, es ist nur eine Frage der Zeit bis ein externer Impuls das Kartenhaus umwirft.

Gibt es für die Bundestagswahl 2025 irgendwelche Tips?

Nein, wenn du dein Gewissen damit besänftigen kannst, wähl Grün, aber ich halte was die aktuell machen auch zu 50% für den neo con Mist der uns den Ärger eingebracht hat. Progressiv ist es jedenfalls nicht. Das Hauptproblem sehe ich tatsächlich bei den Teilen der Kommunikation und Problemlösung über die man öffentlich reden könnte aber es trotzdem nicht macht, wie open source verwaltungsfragen.

Die anderen machen ungefähr das gleiche, wir können schon sehen das die CDU umkippt sobald sich die Chance ergibt, die SPD wird einfach gekauft und das wars dann.

Wie geht ihr damit um?

Erste Reihe für das Spektakel, Popcorn und Softdrink steht bereit, bin besser positioniert als die Mehrheit, mehr fällt mir im Moment nicht ein.

Ich bastel an ein paar tech Projekten, von denen ich hoffe das sie helfen, falls sie funktionieren, aber das ist nichts was man als Rat an andere geben kann.

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